Rezension // Die Vergessenen

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Autor - Ellen Sandberg // Genre - Roman // Erscheinungstermin - 27.12.2017
Verlag - Penguin // Seiten - 508 // Preis - 13,00€ // Bewertung - ♥♥♥

Inhaltsangabe

Die einen wollen vergessen. Die anderen können es nicht.

1944. Jathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht - auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge. Manolis Leferis. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat...

Meine Meinung

Interessante Protagonisten // Die Hauptcharaktere Kathrin, Manolis und Vera sind alle drei wirklich spannend und total unterschiedlich.
Kathrin nimmt uns mit in ihre Vergangenheit im zweiten Weltkrieg und kommt einigen schrecklichen Taten auf die Schliche, die manche Ärzte zu dieser Zeit getan haben. Hier geht sie anfangs sehr naiv damit um, wird aber immer aufmerksamer und letztendlich kommt sie hinter grausame Taten an hilfebedürftige Menschen.
Vera ist Kathrins Nichte und wird sozusagen in die Vergangenheit ihrer Tante mit hineingezogen. Passen dazu ist sie Journalistin und hat eben ihre Berufung total ausgelebt. Sie ist mir total sympathisch, manchmal auch etwas naiv, aber ist ziemlich mutig.
Manolis passt an sich nicht so richtig in die Reihe der typischen Protagonisten, denn er ist sozusagen Privatdetektiv und geht auch manchmal etwas weiter um seinen Klienten ihre Wünsche zu erfüllen... Man lernt ihn und seine Vergangenheit kennen und irgendwann kreuzen sich natürlich auch die Wege der anderen Protagonistinnen.

Unterschiedliche Sichtweisen // Was ich immer sehr gerne mag, sind die Wechsel der unterschiedlichen Protagonisten. Man hat unterschiedliche Sichtweisen, Hintergründe und manchmal auch Schreibweisen. Es macht das ganze Buch lebendiger, spannender und man erlebt auch viele Situationen übergreifend. So auch bei diesem Buch und Ellen Sandberg hat wirklich gute Arbeit geleistet.

Geschichtlicher Hintergrund // Das ganze zweite Weltkrieg Thema ist von der Schule her schon recht ausgelutscht, jedoch gab es hier einige neue und recht interessante Punkte, die ich super spannend fand. Man wurde nicht belehrt, man ist einfach in die Vergangenheit getaucht und hat einiges mitbekommen, was gar nicht so populär gemacht wurde.

Spannende Wendungen // Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, waren die vielen Wendungen. Zwar gab es zwischendurch mal kleinere Durststrecken, aber die dann gekommenen Wendungen waren einfach so spannend, sodass ich das Buch irgendwann nicht mehr aus den Händen legen konnte. Sobald man dachte, die Geschichte müsste jetzt zu Ende sein, kamen immer noch Dinge ans Tageslicht.

Fazit

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil, die Protagonisten sowie die ganze Hintergrundgeschichte an sich waren rund, stimmig, spannend und mal eine andere Dritte Reich Geschichte. Leider gab es ab und an Längen, die nicht unbedingt hätten sein müssen, die jedoch schnell überwunden waren.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

3 Comments:

Lisa Marie said...

Liebe Jana,

Danke für deine lieben Worte zu meinen Fotos! -^^-
Ich schau mal, was den Post über die Fragen angeht.

Das Buch das du hier vorstellst hört sich wirklich interessant an. Ich lese ja meistens Liebesromane (hab' ich glaub ich schon mal alles geschrieben xD), würde aber auch gerne mal wieder etwas "gruseligeres" lesen und so langsam wächst meine Liste mit Krimis tatsächlich. :D

Liebe Grüße
Lisa Marie

christine polz said...

Mich schreckt es ja ehrlich gesagt immer gleich ab, wenn jemand von Längen in einem Buch schreibt... ;)
Ich lese ja gerne, aber bin dann wohl doch etwas anspruchsvoll. Die Zeit ist mir für Längen zu schade. ;)

Vielen lieben Dank!
In der Stadt lassen sich solche Bilder aber auch wesentlich besser umsetzen als welche vom Sternenhimmel. Da muss man ja schon immer ein gutes Stück von allem weg fahren...

Mhm, nichts wirklich dramatisches. Ich höre ganz gern die von Bayern 3 bzw Mensch Otto, da dort jeden Tag irgendjemand anderes zu Gast ist. Und man dann oft auf Themen stößt, die einen normalerweise nie interessiert hätten. Death, Sex&Money fand ich eine zeitlang auch ganz gut; ansonsten meistens eher Podcasts von Kreativen oder so. Klicke mich manchmal auch nur durch die Charts und schaue, ob da was dabei ist.
So für's Retuschieren ist das halt eigentlich ganz interessant.

Also ich verfolge sie jetzt nicht aktiv (ich hab's ja nicht so mit dem Backen), aber ich habe über Weihnachten mit meiner Schwester manchmal geschaut. bzw hatte die ja eine zeitlang Folgen auf VOX und da habe ich sie mal gesehen.

http://www.blog.christinepolz.com

nossy said...

Mir gefällt das Cover vom Buch wirklich richtig gut! Ich gehöre ja auch eher zu den Leuten, dennen das Cover gefallen muss, damit die Wahl auch auf das Buch fällt.
Von der Story her würde ich es mir allerdings eher nicht kaufen, da es nicht gerade mein Lieblingsgenre ist.

Lieben Gruß, nossy

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